Vortrag über die Lebensweise des Hirschkäfers und dessen Schutz.
Bundesweit gesucht: der Hirschkäfer
Er gilt als wichtiger Waldindikator, der Hirschkäfer

Lucanus cervus, so sein wissenschaftlicher Name, ist ein Freund des Menschen. Gleichwohl gibt er uns noch Geheimnisse, die zu lüften in Rheinland-Pfalz große Anstrengungen unternommen werden und überregional von Bedeutung sind. Gerade im laufenden Jahr 2011, das die Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt haben...
Auch in NRW sind viele Gruppen an der Beobachtung dieses Käfers beteiligt, denn er ist einer der Indikatoren, durch deren Verhalten Rückschlüsse auf den Zustand der Wälder gezogen werden können. Immerhin sind allein an der Zersetzung von Holz je nach Baumart und Stand des Zerfallsprozesses etwa 600 Großpilzarten und 1.350 Käferarten beteiligt, darunter eben auch der Hirschkäfer. Viele informationen, nicht nur zu ihm, liefert die offizielle Kampagnenwebsite www.wald2011.de.
Nun ist der Hirschkäfer eben nicht zu häufig anzutreffen und besticht, wenn er entdeckt wird, durch sein besonders markantes Aussehen, wie auch im folgenden youtube-Video:
www.youtube.com/watch?v=8dlMFH47kKc
Im Kreis Wesel ist man hierzulande ebenso aktiv (http://www.bskw.de/tier/hk.htm), wie nahezu in ganz Deutschland und Europa.
Im Haus der Nachhaltigkeit in Trippstadt (Anschrift s. unten), findet z. B. am 16. Oktober eine sich dem Hirschkäfer widmende Vortragsveranstaltung statt:
Wo lebt der Hirschkäfer?
Imposant sieht er aus, der kleine Geselle mit dem großen Geweih, das ihm auch den Namen gegeben hat. Gesehen hat ihn wohl jeder schon, zumindest auf Bildern, doch wo lebt er eigentlich, welchen Gefahren ist er ausgesetzt und wie können wir ihm helfen? All diese Fragen werden von Förster und Umweltwissenschaftler Dr. Markus Rink aus Alf in seinem Vortrag im Haus der Nachhaltigkeit beantwortet.
Der Hirschkäfer (lucanus cervus) ist der größte unserer heimischen Käferarten und als Kulturfolger durchaus ein Freund des Menschen. Dr. Markus Rink beschäftigt sich seit 12 Jahren sehr intensiv mit dem Hirschkäfer, zunächst lagen die Schwerpunkte seiner Untersuchungen im heimischen Moseltal. Von 2003 bis 2005 konnte er die Untersuchungen mittels Radiotelemetrie, d.h. Besenderung von adulten Hirschkäfern während der Flugzeit, mit einem 350 mg leichten Sender, intensivieren. 2006 folgte die Promotion zum Thema Hirschkäfer.
Seitdem publiziert er seine Untersuchungsergebnisse und arbeitet eng mit anderen europäischen Wissenschaftlern zusammen, insbesondere Dr. Deborah Harvey, von der Royal Holloway Universität in London. Gemeinsam mit Dr. Harvey wurde das Untersuchungsgebiet 2011 auf ganz Rheinland-Pfalz erweitert. Durch den eigens gegründeten gemeinnützigen Verein "Hirschkäferfreunde Nature two e.V." sollen die Untersuchungen zur Lebensweise des Hirschkäfers weitergeführt werden. Wer eigene Beobachtungen gemacht hat kann sich gerne melden unter: www.hirschkaefer-suche.de. Auf dieser Netzseite finden sich noch weiterführende Informationen.
Termin: 16. Oktober 2011, Uhrzeit: 14 - 16 Uhr, Eintritt frei!
Haus der Nachhaltigkeit
LANDESFORSTEN RHEINLAND-PFALZ
Johanniskreuz 1a
67705 Trippstadt
Tel: 06306-9210-131
Internet: www.hdn-pfalz.de
Weitere Internetquellen zum Thema:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hirschk%C3%A4fer
www.wald-rlp.de
www.treffpunktwald.de
www.naturerlebnis-pfalz.de
(stk., üPm. Foto: Landesforsten Rheinland-Pfalz)

