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Region Westdeutschland

im Westen

Region Westdeutschland

   

Regionssprecher Francois Reiser

François R. Reiser

François R. Reiser
Schlesierstrasse 13
61381 Friedrichsdorf
Tel 06172-77 86 90
frreiser@gmx.net

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Ankündigungen, Kollektaneen und Wissenswertes...

Montag, 25. Januar 2010 - 00:38 Uhr
19. Regionaltreffen Westdeutschland

Einladung
zum 19. Regionaltreffen Westdeutschland
von Freitag, dem 19. bis Sonntag, dem 21. März 2010 in der Residenzstadt Würzburg.
Im Kraichgau hatten wir beschlossen, unser nächstes Treffen in Bonn abzuhalten. Leider war es uns unmöglich für das geplante Wochenende ein Quartier zu finden. Wir mussten also unsere Planung ändern und es freut uns Euch mitteilen zu können, dass wir uns in der berühmten fränkischen Residenzstadt Würzburg und Umgebung unter Führung Kallas umsehen wollen. Der geplante Termin bleibt unverändert, so dass Ihr Eure Terminkalender nicht mühselig ändern müsst. Wir werden in dem berühmten Weinort Randersacker übernachten und zwar im
Hotel Gasthof zur Krone, 97236 Randersacker, Würzburgerstr.16,
Tel: 0931-70540, E-Mail: info@krone-randersacker.de
Es stehen Einzel-, Doppel- und Dreibettzimmer zur Verfügung. Preise: Einzelzimmer: 41.- €, Doppelzimmer 61.- €, Dreibettzimmer 78.- € (Zimmerpreis) jeweils einschließlich Frühstück. Parkplätze kein Problem. Randersacker ist 6 km von Würzburg entfernt.
Wir werden an den beiden Abenden wie immer gemeinsam essen. Menüvorschläge liegen bei. Teilt bitte bei der Anmeldung Eure Auswahl für jeweils Freitag- und Samstagabend mit.
Für die Vortrags- und Singeabende steht uns ein separater Raum zur Verfügung. Die Zimmer werden in der Reihenfolge des Anmeldeeingangs zugeteilt. Anmeldungen an Hannes Enzinger, Saarwellingerstrasse 163, 66740 Saarlouis, Telefon: 06831-82563, Fax:06831-4872733, Mail: h.enzo@t-online.de
Die Anmeldungen für das Gasthaus werden nach Überweisung von 20.- Euro pro Person auf das Konto Nr. 279127864 bei der KSK Saarlouis BLZ.59350110, Zweck: H. Enzinger (Treffen Würzburg), getätigt. Diese Kaution wird beim Treffen zurückerstattet. Außerdem erheben wir vor Ort eine Unkostenbeteiligung in Höhe von 2,50 € pro Person.
Kalla hat für uns ein interessantes Programm zusammengestellt, welches Ihr auf Seite 2 findet.
Abendessen
Um lange Wartezeiten beim Abendessen zu vermeiden, haben wir die folgenden Gerichte ausgesucht und bitten Euch, bei der Anmeldung anzugeben was Ihr am Freitag und Samstag essen wollt.
Jägerschnitzel mit Champignon Soße Kroketten und Salat 9,50 €
Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl 8,50 €
Fränkisches Hochzeitsessen ( Ochsenbrust mit
Meerrettich Preiselbeeren und Nudeln) 8,50 €
Cordon bleu vom Schwein mit Pommes u. Salat 10,50 €
Fischgericht ( Pangasiusfilet ) 10,00 €
Fränkische Bratwürste mit Kraut und Brot 6,00 €
7. Tagessuppen 2,90 – 3,20 €
Wir freuen uns auf ein interessantes und gutes Treffen und, ganz besonders, Euch in alter Frische in Randersacker begrüssen zu können.
Gruß und Gut Pfad
Hannes und François
Im Januar 2010
Wichtig: Blaue Fähnchen nicht vergessen!

Programm Treffen Würzburg
„Wir wollen zur schönen Frühlingszeit ins Land der Franken fahren" und hier den Spuren des Deutscher Ritterordens, der Fürstbischöfe von Würzburg und dreier großer Deutscher folgen: Walters von der Vogelweide, Tilman Riemenschneiders und Balthasar Neumann. Dazu treffen wir uns am
Freitag, den 19. März 2010
um 15.00 Uhr in Bad Mergentheim
Treffpunkt: an der Mariensäule in der Altstadt. Parken: Parkhaus „SchloßGarage“ unweit unseres Treffpunktes
Bad Mergentheim war Sitz des Hoch- und Deutschmeisters des Deutschen Ritterordens. Unser Rundgang durch die Stadt führt über den Marktplatz mit Renaissance-Rathaus zum Münster St. Johann, vorbei an stolzen Fachwerkhäusern und Barock-Palais zum Deutsch-Ordensschloß mit Schlosskirche. Nach der Ortsbesichtigung fahren wir zu unserem Quartier im Hotel Gasthof zur Krone, 97236 Randersacker Würzburgerstr.16
Gegen 19.00 Uhr - Abendessen. Anschließend kurze Einführung in die Geschichte der Region und zu Person und Werk der oben Genannten, gemeinsames Singen bei gutem Bocksbeutel!
Samstag, den 20. März
8,30 Uhr - Frühstück
9.30 Uhr - Morgenwache und Abfahrt nach Würzburg
Fahrt zur Residenz der Fürstbischöfe (* UNESCO-Welterbe) Treffpunkt am Schloßeingang, Parken: Parkplatz direkt am Schloß. Nach der geführten Schloßbesichtigung
Fahrt zur Feste Marienberg
Treffpunkt und Parken: Parkplatz Feste Marienberg
Nach Besichtigung der Feste und des Mainfränkischen Museums
Fahrt ins Zentrum der Altstadt
Treffpunkt: Eingang der Marienkapelle am Marktplatz Parken: Marktgarage (unter dem Marktplatz)
Auf einem kleinen Stadtrundgang besuchen wir die Marienkapelle, die spätgotische Hallenkirche der Bürgerschaft (mit Grabstätte Balthasar Neumanns), den Dom St. Kilian, die viertgrößte romanische Kirche Deutschlands, die Basilika Neumünster (mit Grabdenkmal Walters von der. Vogelweide), das Falkenhaus, den vorderen und den hinteren Gressenhof oder Stachel. Anschließend erfolgt die Rückfahrt ins Quartier.
Gegen 19.00 Uhr – Abendessen. Danach nach Lust, Laune und Wetterlage, kleiner Spaziergang am Mainufer. Anschließend Regularien und Singen bei gutem Frankenwein!
Sonntag den 21. März
9,00 Uhr - Frühstück:
10.15 Uhr - Morgenwache und Abfahrt nach Sommerhausen;
Sommerhausen - Treffpunkt und Parken: vor dem Stadttor
Rundgang durch das malerische, gut erhaltene mittelalterliche/frühneuzeitliche Städtchen; Geburtsort von Franz Daniel Pastorius, der 1683 in Pennsylvanien/USA die Stadt Germantown gegründet hat die heute -irrtümlich- als älteste deutsch« Siedlung in Nordamerika gilt.
Mittagspause zur freien Verfügung
13.30 Uhr - Abfahrt nach Veitshöchheim;
Veitshöchheim - Treffpunkt; Eingang des Schlossgartens, Parken: entlang der Straße beim Eingang
Besichtigung des berühmten Rokoko-Sohloßgartens mit der Sommerresidenz der Fürstbischöfe
gegen 16.00 Uhr - Abscblußkreis im Schlossgarten
Wichtig; Pro Person werden für Eintrittsgelder und Parkgebühren ca. l5.- Euro anfallen!
Wichtig: Blaue Fähnchen nicht vergessen!
Besten Gruß und Gut Pfad
Kalla

Samstag, 24. Oktober 2009 - 23:28 Uhr
18. Regionaltreffen West im Kraichgau

Zwischen Odenwald und Schwarzwald liegt der Kraichgau, wo das 18. Treffen der Region Westdeutschland bei herrlichstem Spätsommerlicherwetter die 35 Teilnehmer an dem 18. Regionaltreffen West belohnte, welches sich diesmal zum Ziel gesetzt hatte, eine weithin unbekannte Region unseres Landes zu erkunden: den Kraichgau.
Ein Bericht von Wato zeugt von der Begeisterung der Teilnehmenden des Treffens, das vom 25.-27. 9. 2009 stattfand:
"Besonders freuten wir uns, unseren Noch-Vorsitzenden Herbert Krisam, nebst Gemahlin, sowie einige neue Teilnehmer begrüßen zu können. Wir trafen uns, aus allen Richtungen kommend, in Eichtersheim (Nähe Sinsheim) beim Geburtshaus von Friedrich Hecker (1811-1881), ein Verfechter geistiger Freiheit bei der 1848er Bewegung, wo er sich um Reformen bemühte. Sein Hut mit breiter Krempe, hochgeschlagen und mit einer Feder, wurde das Zeichen dieser Bewegung. Er lebte auch in USA und galt dort als Vertreter des Deutschtums. Im gegenüber gelegenen Park des Wasserschlosses konnten wir zunächst moderne Skulpturen des Bildhauers Jürgen Goertz bestaunen. Die Begrüßung durch Hannes war dadurch sehr stimmungsvoll. Nach diesem Beginn fuhren wir im Convoi –mit unseren Pfaderfähnchen an den Fenstern der Autos- zum Faustmuseum nach Knittlingen. Wer war eigentlich FAUST? Alchimist, Astrologe, Wahrsager, Mediziner! Georg Johann Faust wurde um 1480 geboren, war u.a. Schulleiter in Bad Kreuznach und für den Bischof von Bamberg Astrologe, sowie in Ingolstadt und Fürth. Er starb um 1540 unter mysteriösen Umständen. "Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor" kennt wohl jeder aus Goethes Faust. Wir fuhren weiter durch die herrliche Weingegend,- den Kraichgau. Er liegt zwischen Neckar und Enz, ist etwa 40 km breit und lang, besteht aus Muschelkalk und bildet die nördliche Fortsetzung des Schwarzwaldes. Nach dem Abendessen brachte uns unser Historiker Kalla hervorragend die Geschichte und Kultur dieser Gegend durch Lyrik und Prosa der "Maulbronner" näher, durch passende Lieder unterstützt, denn es folgte anderntags die Besichtigtigung des Klosters Maulbronn, die vollständigst erhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen, 1147 begonnen. Die dreischiffige romanische Pfeilerkirche mit dem später eingezogenen gotischen Netzgewölbe ist ein Beispiel der asketischen Zisterzienserbauweise. Nach der Reformation mussten die Mönche das Kloster verlassen (1537) und es entstand eine evangelische Klosterschule mit humanistischem Gymnasium und Internat: Friedrich Hölderlin, Johannes Kepler und Hermann Hesse waren dort Schüler.
Eine ganz andere Stimmung empfanden wir bei der Besichtigung des Waldenser-Museums in Schönenberg. "Lux Lucet in Tenebris" oder "Licht leuchtet in der Finsternis" ist ihr Anliegen. Bei uns in Homburg hat ja unser Landgraf Friedrich II. um 1700 auch den Waldensern in Dornholzhausen eine neue Heimat gegeben und eine Stadt, das nahe gelegene Friedrichsdorf für die Hugenotten (französische Protestanten) gegründet. Ich lernte dort, dass die Waldenser schon im 12. Jahrhundert um ihren Glauben kämpften und sich dann nach der Reformation mit den Waldensern zusammen taten.
Über das 100 Jahre Jubiläum der Deutschen Pfadfinder referierte Kalla nach dem Abendessen. Hoffentlich können wir seine interessanten Ausführungen auch mal nachlesen!
Am Sonntag erreichten wir die Stauferstadt Bad Wimpfen. Auch hier faszinierte uns Kalla mit seinem profunden Wissen! Die Reste der vor 1200 errichteten staufischen Kaiserpfalz besichtigten wir ausführlich und erfuhren von der Besiedelung in der Jungsteinzeit an der alten Völkerstraße, sogar mit einer Brücke über den Neckar nach der Zeitenwende! Bis 1952 war das heutige baden-württembergische Bad Wimpfen eine hessische Enklave, die durch eine Bürgerwahl ihr heutiges Statut erlangte.
Nachdem wir die 167 Stufen des romanischen Bergfrieds, dem Wahrzeichen "Blauer Turm", erklommen hatten, bot sich ein herrlicher Rundblick über die Stadt am Neckar mit den hübschen Fachwerkhäusern. Zum Abschluss hörten wir von dort oben Turmbläser!
Unseren Abschlusskreis bildeten wir im "Lerchennest" in Steinsberg/Sinsheim. Dieses altfränkische Bauerngehöft aus dem 16. Jhdt. in der Kurpfalz beherbergt das einzige Museum, welches über das Leben und Wirken Friedrichs II.(1712-1786) informiert. Hier schlug nämlich in den frühen Morgenstunden des 5. August 1730 sein Fluchtversuch fehl, mit dem er sich seines strengen Vaters, dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I von Preußen entziehen wollte. Dort las ich die später gefassten Worte: "Der preußische Gehorsam ist der einer freien Entscheidung, nicht einer der unterwürfigen Dienstwilligkeit." Ich stellte den Bezug zu unseren Pfadfinder-Leitmotiven her: dienen – helfen – gehorchen – eine königliche Auffassung!
In diesem Sinne rufe ich Euch ein herzliches "Gut Pfad" zu.
Wato

Hierzu noch einige Anmerkungen:
Zu Friedrich Hecker: er war Rechtsanwalt, Politiker und Militär in Deutschland und den USA, war einer der populärsten Redner und Agitatoren der Märzrevolution von 1848 in Nordbaden und Anführer des gescheiterten Heckeraufstands während der Badischen Revolution. Im nachrevolutionären Deutschland entstand um Hecker ein politischer Mythos, der bis heute fortwirkt.
Zu Faust: ein Zeitgenosse nannte ihn um 1507 "Magister Georg Sabellicus..., Quellbrunn der Nekromanten, Astrolog, Zweiter der Magier, Chiromant, Aeromant, Pyromant, Zweiter in der Hydromantie". Unter mysteriösen Umständen starb Georg Johann Faust um 1540 in Staufen im Breisgau. In der Chronik der Herren von Zimmern aus dem Jahre 1565 heißt es in diesem Zusammenhang bezeichnend, dass er vom Teufel geholt wurde. Womit der historische Faust mit allen Geheimnissen um seine Person Einzug in die Welt der Dichtung hielt.
Zu unseren Quartieren im hübschen Städtchen Gochsheim: sie waren Spitze. Die Abende, diesmal in separaten Räumen, wie üblich: interessante Vorträge über Region und Geschichte durch Kalla, Singen und viel Gelegenheit zum kennen lernen. Das Essen: schwäbisch in Gusto und Dimensionen. Durch den Abend führte mit seinem üblichen Charme der diesmalige Organisator Hannes Enzinger, dem hier ein ganz großes Lob ausgesprochen sei.
Die Morgenrunden jeweils mit Einstimmung durch Wato.
Zu Maulbronn: UNESCO Weltkulturerbe. Es wurde so ausführlich in der letzten Gilde beschrieben, dass sich weitere Erörterungen erübrigen.
Zum Waldenser Ort Schöneberg: Dort wurden durch den Gründer Henri Arnaud die Konkurrenten der Spätzle, die Kartoffeln, in Schwaben erstmals angepflanzt.
Zu Bad Wimpfen: erwähnenswert ist, dass ein leer geerntetes Kartoffelfeld bei einigen Teilnehmern mehr Aufsehen erregte als die auf dem Berg liegende beeindruckende Silhouette dieser mittelalterlichen Stadt.
Zum Lerchennest: nach der Abschlussrunde gerieten wir in den Verkehrstrubel eines Fußballspieles des Wunderklubs Hoffenheim, wodurch sich für einige die Rückfahrt erheblich verlängerte. Wiederum gehören den Organisatoren dieses Treffens Karl Scherer - Programm und Vorträge, Hannes Enzinger – diesmal verantwortlicher Leiter des Treffens, und Gerhard Konrad – dem wir die Quartiervorschläge verdanken, allerhöchstes Lob und ein herzliches Danke schön.
Unser nächstes Treffen, das 19., findet von Freitag, den 19. März bis Sonntag, den 21. März 2010 in der ehemaligen Bundeshauptstadt, der Stadt Beethovens, der 2000 jährigen ehemaligen Residenzstadt, mit ihrer berühmten Universität, vielen Museen – in BONN statt. Kalla hat dort studiert und wird uns in die Feinheiten des Bonner Lebens und der dortigen Sehenswürdigkeiten einführen.
François

Anm. d. Red.: Die Bilder des Treffens können durch Anklicken der Überschrift dieses Artikels aufgerufen werden. Francois hat sie zum Betrachten und Herunterladen freigegeben.

Dienstag, 14. Juli 2009 - 23:59 Uhr
Die Generalversammlung in Rothenburg

Splitter am Rande des Geschehens
Der große Event der GV: Unser Quartiermeister und auch sonst sehr aktiv am Geschehen der Region beteiligte Hannes Enzinger wurde ministrabel: er ist der neue Außenminister des VDAPG (in hiesigem Dialekt Internationaler Sekretär). Wir alle gratulieren ihm zu diesem Amt von ganzem Herzen und wünschen ihm viel Spaß in seiner Funktion und, natürlich, viel Erfolg.
Eigentlich war es beinahe ein Westregionstreffen. Von den Teilnehmern an unseren regulären Treffen waren da:
Adam Werner
Hannes Enzinger
Rita und Gerhard Konrad
Elke und Heio Obenauer
Ellen Renner
Karl Scherer
Anneliese und Paul Schmitz (Mitglieder h.c.)
Sieglinde und Erwin Zimmer
Yours Truly
Einige der anderen Regionen hielten Regionaltreffen ab um ihre Aktivitäten abzustimmen. Uns hatte man ebenfalls einen Raum zugewiesen, jedoch beschloss eine einstimmige Mehrheit kurzerhand das Treffen, das wir ja eigentlich nicht nötig hatten, in den Vorhof der Hölle zu verlegen. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Zur allgemeinen Aufklärung sei festgehalten, dass die „Hölle“ ein Rothenburger Geheimtipp mit einer beeindruckenden Auswahl Weine und fränkischer Spezialitäten ist. Da der Abend besonders schön war, siedelten sich nach und nach alle Westler auf dem als Biergarten umfunktionierten Bürgersteig an. Geschichten wurden erzählt, Wein genossen, den Speisen Ehre angetan und nach dem zweiten Durchgang des Nachtwächters mit seiner multikulturellen Bewundererschar erreichte die Stimmung das bei unseren Treffen so berühmte Niveau. Es wurden Beschlüsse gefasst und, mangels adäquater Protokollführung, nicht rechtens zur Kenntnis genommen, es wurden Erinnerungen wachgerufen und die Qualität der humoristischen Geschichten stieg mit der Anzahl der genossenen Schoppen. Bis dann die nächtliche Kühle doch überhand nahm und man den steilen Weg zum Quartier – Gott sei Dank bergabwärts - in Angriff nahm.
Des Weiteren sei zu berichten, dass der neu gewählte Präsident (in hiesigem Dialekt Vorstandsvorsitzender) des Verbandes, Helmut Reitberger, mit Kalla, unserem Spiritus Rector, ein hochinteressantes Gespräch führte und man viele Gemeinsamkeiten feststellen konnte. Insbesondere scheinen Helmut die Grundkriterien unserer Treffen zu interessieren welche da sind:
wir sind gestandene Erwachsene mit einem gemeinsamen Hintergrund
wir fühlen uns unter Gleichgesinnten mit unserem Pfadfinder-Hintergrund besonders wohl
wir wollen Neues sehen und lernen, besonders in Bezug auf die historische Vergangenheit unserer und unserer Nachbarregionen
wir fördern die europäische Idee, die uns 60 Jahre Frieden und ein Ende des üblen Begriffs der „Erbfeindschaft“ beschert hat
Als Pfadfinder-Urgestein tauchte plötzlich Steff (Stephanie Lepper) aus Nördlingen auf. Sie war seinerzeit der Gilde Bad Homburg und der Hessengilde verbunden und hat in Nördlingen wieder beste Kontakte zu den dortigen Pfadfindern gefunden, welche sie nach Rothenburg brachten. Steff ist mit ihren 95 Jahren noch geistig brillant und unterhielt uns mit köstlichen Geschichten aus ihrem Alltag. So dass „ihre“ Pfadfinder, als der Aufzug zu ihrer im 4ten Stock gelegenen Wohnung an einem Festtag den Dienst versagte, Pfadfinder auftauchten und sie per Campingstuhl die Treppe hinab und anschliessend wieder hinauf beförderten. Es war eine Vergnügen sie wiederzusehen und ihr zuzuhören.
Einziger Tropfen in Eures Chronisten Wein war die Lage seines Zimmers, welche solcherart war, dass er erst 5 Stockwerke hinab und dann wieder die gleiche Anzahl hinauf musste um total erschöpft seine Liegestatt eben noch zu erreichen. Ob die Organisatoren wohl sein gesundheitliches Befinden auf die Probe stellen wollten? Aber, wie diesem Bericht zu entnehmen ist, er hat es überstanden. Und Steff ob ihrer hilfreichen Pfadfinder beneidet. Übrigens: Organisation, Quartier und Verpflegung waren beste Klasse: Chapeau (in hiesigem Dialekt Kompliment).
François

Donnerstag, 11. Juni 2009 - 00:33 Uhr
Ein Wochenende der Kontraste

Das 17. Treffen der Region West vom 24. bis 26. April 2009 im KZ Hinzert, Trier und Saarburg
(zu diesem Artikel besteht eine Bildergalerie, die Sie durch Anklicken der Überschrift direkt erreichen!)
Das Treffen begann mit einem Schock. In der zu dieser Jahreszeit blühenden, lieblichen Landschaft des Hunsrücks ein Ort des maßlosen Grauens, des ungezähmten Auslebens menschlichen Abschaums, des unbeschreiblichen Leidens tausender ihrer Freiheit und jeglicher Würde beraubten Menschen: das „SS Sonderlager Hinzert„. Unter den Lagerführern Hermann Pister, Egon Zill und ganz besonders Paul Sporrenberg entstand das notorisch grausamste Lager, das dem damals herrschenden Geist entsprungen war. Alle Arbeiten durften nur im Laufschritt ausgeführt werden, wer hinfiel wurde mit Stockhieben und Fußtritten traktiert bis er sich wieder aufraffte oder elend verstarb. Wobei die Stöcke genau in Länge, Durchmesser und Gewicht festgelegt waren und die Anzahl Hiebe sowie deren voraussichtliche Resultate (höchste Stufe: Tod). Denn: Ordnung musste sein. Sporrenberg legte sich Bluthunde zu um diese zu seinem Vergnügen auf die Häftlinge zu hetzen und zuzusehen, wie sie zerfleischt wurden.
Wie uns ein Mitarbeiter des in seiner Schlichtheit beeindruckenden Dokumentations- und Begegnungshauses erläuterte, erfüllte das KZ vielfältige Aufgaben als „Wiedereindeutschungs-„, „Schutzhaft-„ und „Arbeitserziehungslager„. Neben „Arbeitserziehungs-Häftlingen„ wurden zunehmend politische Gefangene in Hinzert eingeliefert, besonders verrmutlich über 2000 sogenannte Nacht-und-Nebel Gefangene aus Frankreich und den Benelux-Staaten und 800 ehemalige französische Fremdenlegionäre deutscher Staatsangehörigkeit. Bis zu seiner Räumung 1945 durchliefen das Lager rund 14.000 männliche Häftlinge im Alter zwischen 13 und 80 Jahren. Belegbar ist eine Anzahl von 321 Toten. Nach Schilderung von Häftlingen muss von einer weit höheren Opferzahl ausgegangen werden. Man schätzt die Zahl der im KZ Hinzert zu Tode Gekommenen auf Eintausend.
Der Eindruck dieses Orts des Grauens auf die Teilnehmer drückte sich in ihrer Stimmung aus, die sich erst beim Willkommenstrunk in der „Alte Burg„ auflöste, unserem Quartier in dem Moselort Longuich. Die Alte Burg stammt aus dem 12. Jahrhundert und wird von der Familie Mertes als urige, stimmungsvolle Gaststätte betrieben. Berühmt sind die „Ritterabende„ mit entsprechendem „Ritterschmaus„, deren riesige Portionen, Glanzstück eine gebratene Sau, an uns bescheiden einige Spezialitäten des Hauses genießenden Beobachtern mit entsprechenden Fanfarenstössen vorbeigetragen wurden. Interessanterweise verbindet unseren Vorsitzenden Herbert Krisam einiges mit Longuich und der Alten Burg. Wie Herbert berichtet stammt Familie Krisam aus Longuich-Kirsch (erstmalig 1571 urkundlich nachweisbar erwähnt) und es soll eine Familie Krisam sogar zeitweise in der "Burg" gewohnt haben. Ein Nachfahre dieses Zweiges, Alfons Krisam, Jahrgang 1928, ist übrigens in Trier und Luxemburg aufgewachsen und wurde später Redakteur des "Trierischenr Volkfsfreundes" und Verfasser des Buches "Deutschland und die Moselaner".
Samstags dann Führung durch die Stadt Trier, die sich mit den verschiedensten Titeln schmückt. So „älteste Stadt Deutschlands, „nördliches Rom„, Stadt des Marxismus, Weinmetropole (obschon von den Luxemburgern mit dem Titel Viezmetropole bedacht – Viez: Apfelwein) und einige mehr. Nach gesicherten Quellen ist die Stadt Trier römischen Ursprungs: Zu Füßen eines 30 v. Chr. errichteten und nach wenigen Monaten wieder aufgegebenen Militärlagers auf dem Petrisberg gründeten die Römer spätestens im Jahre 16 v. Chr. die Stadt Augusta Treverorum (Stadt des Augustus im Land der Treverer), den Hauptort der Provinz Belgica. Die Ehre, nach seinem Namen benannt zu werden, erhielten ansonsten nur Augsburg und Augst in der Nordschweiz. Unter Kaiser Claudius kam der Zusatz Colonia hinzu – Colonia Augusta Treverorum.
Trier ist neben Luxemburg, Metz und Saarbrücken, mit denen es sich zum Städtebund Quattropole zusammengeschlossen hat, ein Oberzentrum der Großregion Saar-Lor-Lux-Rheinland Pfalz-Wallonie. 1986 wurde das römische Trier (Amphitheater, Barbarathermen, Kaiserthermen, Konstantinbasilika, Igeler Säule, Porta Nigra, Römerbrücke), der Dom St. Peter und die Liebfrauenkirche von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Unser Historiker Kalla war leider verhindert an unserem Treffen teilzunehmen. Daher stellte sich sein Freund, der Historiker, Dr. Reinhard Bollmus, zur Verfügung und führte uns durch diese an historischen Glanzstücken überaus reichlich bedachte Stadt. Durch seine fundierten Kenntnisse brachte er uns auf ausführlichste die historischen, kulturellen und politischen Zusammenhänge seiner Heimat näher. Ihm sei aufs herzlichste für sein Mühen gedankt.
Es ergab sich, dass an diesem Tage die jährliche Wallfahrt zum Heiligen Rock eröffnet wurde und somit das Gedränge in den Straßen noch stärker war als sonst. Trier beeindruckt durch sein Fußgängerzone, welche sich von dem Wahrzeichen Trier’s, der Porta Nigra, wo unsere Führung begann, bis zu den Römerthermen erstreckt, umsäumt von prächtigen Gebäuden aller Zeit- und Stilepochen. Die verschiedenen Religionen, denen die jeweiligen Bewohner huldigten, haben ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. Seit der Zeit Konstantins des Großen ist Trier erzkatholisch. Dies findet insbesondere in dem prachtvollen Dom, welcher den Heiligen Rock aufbewahrt, seinen Ausdruck. Pikanterweise wird jedoch der mächtige Bau der Palastaula Konstantins, heute Konstantinsbasilika, als evangelische Kirche benützt.
Trier wurde wohl schon zum Ende des 3. Jahrhunderts Sitz eines christlichen Bischofs, der später zum Erzbischof aufstieg. Dieser beherrschte ein geistliches Territorium, das von 1356 bis 1806 eines der Kurfürstentümer des Heiligen römischen Reichs deutscher Nation war.
Dass die hohen geistlichen Herren dem Kult des Weines nicht abhold waren zeugen die bis heute in kirchlichen Besitz befindlichen weitum besten Lagen, deren Produkte in den Kellern des bischöflichen Seminars lagern und dort verkostet und gekauft werden können. Zum Kulinarischen sei lediglich bemerkt, dass die Portionen sehr reichhaltig sind. Wie in den meisten Städten dominiert das globale Angebot in Form von italienischen, fernöstlichen und balkanesischen „Gourmet„schuppen. Dieser Aspekt ist keinen Umweg wert.
Abends in der Alten Burg wieder die Tragen voll von Ritterschmaus, wieder leider an uns vorbeigeschleppt. An den Überresten der bereits erwähnten gebratenen Sau hätten wir uns alle voll satt essen können, sie verschwanden jedoch in irgendeinem Hinterhofnirwana. So begnügten wir uns halt wieder mit den ausgezeichneten normalen Gerichten und genehmigten uns ein Probe der recht vernünftigen Hausweine, was wiederum anscheinend die Lungenkapazitäten förderte und den „Singeabend„ etwas außer Gefüge geraten ließ.
Sonntags dann der liebliche Teil unserer Reise. Vorbei an der berühmten römischen Moselbrücke zu den Moselzuflüssen, luxemburgischerseits der Sauer und auf deutscher Seite der Saar, fahren wir durch reizvolle Landschaften nach Saarburg, der Saarweinmetropole (Saarweine wachsen nicht im Saarland, sondern in Rheinland-Pfalz, immerhin noch in unserer Region). Die eigentliche Geschichte der Stadt beginnt mit dem Bau der Burg. Erstmals erwähnt wird die Saarburg in einem Vertrag vom 17. September 964. Zweck der Vereinbarung ist die Errichtung einer Burg – eine der ältesten Höhenburgen im Westen Deutschlands. Diesem Bauwerk gilt der erste Teil unserer Erkundung. Hunderte von Stufen führen durch das Burggebäude auf die Spitze des Turmes mit einer beeindruckenden Rundsicht über das Saartal, die Wingerten und das mittelalterliche Städtchen.
Zentrum von Saarburg ist der Bereich des Buttermarktes. Dort führen Brücken über die Leuk, die sich in einem 18 m hohen Wasserfall in die Tiefe stürzt. Auf dem lang gestreckten Platz herrscht eine mediterrane Atmosphäre mit den vielen Restaurants und ihren bunten Sonnenschirmen. Alle Plätze sind belegt von Ausflüglern, die das wunderschöne Wetter geniessen und sich Speis und Getränk munden lassen. Sehenswert ist das in der ehemaligen Kurfürstlichen Mühle untergebrachte AMÜSEUM (städt. Museum für traditionelle Handwerksberufe und Zünfte).
Das Wasser der Leuk ergießt sich in den Leukkessel, auf der einen Seite durch die 14,70 m hohe Tümpelsmauer sowie auf der anderen Seite durch ein lang gezogenes Mühlengebäude begrenzt. Früher wurden dort Getreide, Öl und Lohe gemahlen. Bis vor kurzem wurden In Saarburg Glocken gegossen – die ehemalige Giesserei ist heute Museum.
Abschiedsrunde der 30 Teilnehmer auf einem kleinen Grasstück an der Saar. Womit ein weiteres sehr interessantes und zum Teil sehr erbauliches Treffen sein Ende fand.
Die Koordination des Treffens wurde sehr erleichtert durch die Idee von Rolf Schneider aus Pirmasens die jeweiligen Autos mit einem Wimpel auszuzeichnen und so die üblichen „Verfolgungsjagden„ zu erleichtern. Gut Idee!
Unser nächstes Treffen ist geplant von Freitag, den 25. bis Sonntag, den 27. September 2009 in der ehemaligen Stauferpfalz und Reichsstadt Bad Wimpfen. Ausführliche Einladung folgt.
(François, Foto: (Trierer Schloss) Francois)

Mitarbeiterzugang

16. Treffen der Region Westdeutschland

Das 16. Treffen der Region Westdeutschland im Schwarzwald hat vom 26.09 - So 28.09. 2008 stattgefunden.
Hier nun ein sehr informativer und lesenswerter Bericht mit historischen Ausführungen:

berichttreffenschwarzwald.pdf [208 KB]

Geselligkeit und historischer Exkurs...

Das 15. Treffen der Region West in Metz

Metz

Metz nennt sich „Ville lumiere", Stadt des Lichtes und der Lichter, und „Ville des jardins", Garten-Stadt.

Ein Wochenende in Austrasien
Das 15. Treffen der Region West in Metz
Das Wetter? Durchwachsen, aber bestens geeignet zum Wandern und Erkunden. Die Stimmung? Spitze. Die Unterkunft? Ausgezeichnet, in unmittelbarer Nähe des historischen Zentrums, malerisch am Moselufer gelegen.
Die Stadt Metz? Ein relativ wenig bekanntes Juwel. Metz ist eine der schönsten Städte Frankreichs, eine ungemein vielseitige, farbenfrohe Stadt, mit einem Wasserlauf wie in Venedig, herrlichen, gepflegten Parkanlagen, architektonischen Schätzen und einem pulsierenden Zentrum. Metz nennt sich „Ville lumiere", Stadt des Lichtes und der Lichter, und „Ville des jardins", Garten-Stadt, und strengt sich sichtlich an, diesen Attributen gerecht zu werden. Metz ist eine lebendige Stadt. Während der Mittagszeit sind die Terrassen der zahlreichen Bistros, Cafes, Imbissstuben, Restaurants und Bars sehr gut besetzt. Das Zentrum befindet sich an der Place Saint-Jacques; vor dort aus erreicht man alle Geschäfte, Galerien und touristischen Attraktionen innerhalb von zehn Minuten. So die „Place d’Armes“ mit dem majestätischem gotischen Dom, die riesigen Grünflächen in der Stadt, die hervorragenden Museen, am Abend eine sensationelle Beleuchtung.
Wieso „in Austrasien“? Nun, wie unser Historiker Kalla (Karl Scherer) in seinen interessanten Ausführungen darstellte, hat Metz eine lange, bewegte Geschichte hinter sich und war seinerzeit die Hauptstadt des seit dem Tod Chlodwigs I. im Jahr 511 bis zu Pippin dem Jüngeren meist selbständigen fränkischen Teilkönigreiches Austrasien (Land im Osten). Das Gebiet umfasste die fränkischen Gebiete um Rhein, Maas und Mosel und neben Metz die Orte Reims, Köln und Trier, dazu die Gebiete der besiegten germanischen Stämme: unter dem ersten Teilkönig Theuderich anfangs nur Alemannien, später auch Thüringen und Bayern.
Zur Einführung ein Rundgang durch das Stadtzentrum und das monumentale „Deutsche Quartier“, in welchem besonders der 1908 vom Architekten J. Kröger errichtete Bahnhof auffällt. Ein 300 Meter langer Prachtbau im Stil der wilhelminischen Periode, halb Kathedrale, halb Kaiserpfalz mit imposanter Haupthalle. Ebenfalls von Kröger erbaut die festungsähnliche Hauptpost.
Abends nach einem verspäteten Abendessen Genuss der prächtigen Illuminationen der Kathedrale und vieler anderen Bauten, ein wohl einzigartiges Bild. Und in „unserem“ Saal bis spät Lieder und Gitarrenklänge.
Am nächsten Tag nach dem Frühstück Kallas Einführung in die Geschichte der Stadt Metz und der Region Lothringen. Wir befinden uns mitten in einer 3000jährigen Stadt, deren Geschichte an Dramaturgie wohl kaum zu überbieten und immer wieder direkt mit den Schicksalen Lothringens und des Elsass verbunden ist, die wir bei unseren letzten Treffen ausführlich erkundeten. Insbesondere die letzten beiden Jahrhunderte mit ihren ständig wechselnden territorialen Beanspruchungen durch die beiden „Erzfeinde“ Frankreich und Deutschland beeinflussten das heutige Stadtbild in erheblichem Masse. Metz war immer ein Zentralort in der Geschichte Europas. Bereits zur Römerzeit Kreuzungspunkt der wichtigsten Fernstrassen blieb Metz immer eine vielbegehrte Stadt.
Dann einer der Höhepunkte: die Kathedrale St. Étienne – der gotische Stephansdom, der nach 300jähriger Bauzeit 1546 geweiht werden konnte. Bereits die Portale beeindrucken den Besucher, der nach dem Betreten des Innenraumes atemlos dieses Wunderwerk der Architektur auf sich wirken lässt. Nur langsam nimmt man die gewaltigen Dimensionen wahr: Scheitelpunkt des Gewölbes in 42 Metern Höhe, Länge des Schiffes 123 Meter. Überwältigend auch die Fenster aus dem 13. Jahrhundert mit insgesamt 6500 m2 Fläche, sowie Fenster von Chagall und Jacques Villon, ein Farben- und Motivrausch mit unzähligen Details. Glanzpunkt ist unstreitig das große Rosenfenster von 1381 mit 11,50 m Durchmesser.
Mittagspause, die Euer Chronist im Hinblick auf ein 3 Gänge Abendessen mit einem „casse croute“ (Vesper) in der 1771 errichteten heutigen Markthalle bei Odette mit etwas Serrano Schinken, einer kleinen Baguette und einem Glass exzellentem 2006 Saint Estèphe überbrückte, während andere den langen Weg in die berühmte Brasserie Flo nicht scheuten und begeistert ihre kulinarische Genüsse schilderten.
Nachmittags Besuch der „Musées de la Cour-d’Or“ (Museum des goldenen Hofs), eines der wichtigsten gallo-römischen und mittelalterlichen Museen Frankreichs. Es befindet sich in der ehemaligen Karmelitenabtei von 1675 und im festungsähnlichen Chèvremont-Kornspeicher von 1457 und stellt in über 20 Sälen äusserst anschaulich die Geschichte der Stadt Metz dar. Wo sich Kalla natürlich in seinem Element befand und uns die hervorragend gestalteten Ausstellungen in ihren geschichtlichen Zusammenhängen nahebrachte.
Abendessen im Hotel, unter anderem Quiche Lorraine, confit de canard (sehr schmackhafte eingemachte Ente nach Toulouser Art) und Faisselle, eine Nachspeise aus geronnener Dickmilch. Wieder Rundgang durch die prächtig beleuchtete Stadt, wieder Gesang und Gitarrenklänge.
Sonntags dann eine Zäsur: so manchem war der vorgesehene Rundgang zu beschwerlich und es wurde beschlossen, die Gruppe aufzuteilen: die Metz Afficionados drehten ihre Runde durch die Altstadt, die anderen besichtigten die im Dreiländereck in der Nähe von Schengen gelegene Burg Marlbruck. So wurde denn bereits am frühen Morgen der Abschiedskreis gebildet. Die „Metzer“ sahen sich die Reste der Festung um das Deutsche Tor und weitere mittelalterliche Plätze und Gebäude an um beschlossen das Treffen mit einer Galette, einer bretonischen Spezialität sowie dem Cidre aus der Region.
Ein weiteres sehr gelungenes Treffen diesmal in einer in Deutschland kaum noch bekannten ehemaligen Reichsstadt in der Kaiser Karl IV 1356 die „Goldene Bulle“ unterzeichnete und publizierte – „die erste schriftlich fixierte Verfassung des Hl. Römischen Reiches Deutscher Nation“. Ein ganz besonderer Dank an „unseren“ Historiker Karl Scherer, welcher durch seine Ausführungen der Geschichte der Hauptstadt Austrasiens zu Leben verhalf.
Das nächste (16.) Treffen ist geplant im mittelalterlichen Gengenbach im Kinzigtal (Südschwarzwald). Termin: das Wochenende 25. bis 28. September (Donnerstag bis Samstag oder Freitag bis Sonntag je nach Unterkunft-Verfügbarkeit).

François

Impressionen von Metz

Die monumentale Kathedrale St. Estèphe in ihrem abendlichen Kleid. 
Die Teilnehmer vor dem Nordeingang der Kathedrale. 
Die "Porte des Allemands" - das deutsche Tor - Überrest der ehemaligen Verteidigungsanlage.  
Die Ostseite der Kathedrale mit einem der Fenster aus dem 13. Jahrhunder mit der riesigen Rosette. 
Unser Hotel (links) am Moselufer. 
Abendessen und Singekreis.  
(Fotos und Text: Francois Reiser, 26.5.2008)